Nationalpark De Maasduinen

© Tourismusbüro Limburg

Liebe Limburg-Fans,

kennt ihr schon die vielfältige Natur Limburgs? Ein Beispiel dafür ist der Nationalpark „De Maasduinen“, zu Deutsch die Maas-Dünen, der sich im Norden Limburgs befindet. Die Landschaft, wie wir sie heute im Nationalpark vorfinden, ist über die Jahrhunderte durch den Einfluss von Wasser, Wind und Mensch entstanden. Wir haben hier ein paar Hintergrundinformationen zum Nationalpark für euch und warum es sich lohnt dort hinzufahren und ihn einmal selbst anzuschauen.

Wasser 

© Tourismusbüro Limburg

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Die größte Rolle bei der Entstehung der Maasduinen hat das Wasser gespielt. Um eine Vorstellung zu bekommen, was sich in der Vergangenheit abgespielt hat, gehen wir zurück zu der Zeit, als der Rhein noch durch dieses Gebiet floss und die Maas ein Seitenarm des Rheins war. Auch heute finden wir hier noch Spuren des Rheins, z.B. im Landgut De Hamert. Im Boden findet man dort nämlich noch immer Rheinkies.

Flüsse können die Landschaft auf zweierlei Arten beeinflussen. Das Wasser kann Sand und Kies vom Boden mitnehmen und so den Boden immer tiefer auswaschen, andererseits kann es Sand und Kies an anderen Stellen wieder absetzten, wodurch der Boden dann angefüllt wird.

Das Wasser konnte sich in diesen Zeiten seinen Weg selbst suchen, wodurch verschiedene Schichten entstanden sind. Diese Schichten nennt man Terrassen. Wenn wir die Maasduinen betrachten, können wir verschiedene Terrassen unterscheiden, wo früher der Rhein oder die Maas geflossen sind. Die Hochterrasse ist die älteste Terrasse, die etwa vor 400.000 Jahren vom Rhein geformt wurde.

Die Mittelterrasse liegt zwischen Hoch- und Tiefterrasse und wurde vor etwa 150.000 Jahren von der Maas geformt. Im Laufe der Jahre ist die Mittelterrasse am Ostufer der Maas an vielen Stellen verschwunden. Ein gutes Beispiel der Mittelterrasse findet ihr an der Westseite der Maas Richtung Wanssum. Beim Golfplatz (Geysterender Heide/Hoogveld) kommt noch kiesreiche, unbedeckte Mittelterrasse an die Oberfläche.

Nationalpark De Maasduinen © Tourismusbüro Limburg

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Während der letzten Eiszeit, der Weichsel-Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren zu Ende ging, wurde die Tiefterrasse gebildet. Die Tiefterrasse sieht man Nahe den Maasufern, sie kann sich 20 bis 25 km landeinwärts erstrecken.

Wind 

Die Flüsse haben der Landschaft ihre heutige Gestalt gegeben, aber der Wind hat das Ganze zu einem großen Teil erst vollendet. In der letzten Eiszeit bildete sich nicht nur die Tiefterrasse, auch der Wind konnte sich damals austoben. Merkmal dieser Eiszeit war vor allem die strenge Kälte und die Trockenheit. Ein kräftiger Westwind brachte damals Sand aus dem Westen mit und lagerte ihn am Ostufer der Maas ab. Hierdurch entstanden die typischen Binnendünen: die Maasduinen. Wir unterscheiden verschiedene Typen von Binnendünen: Paraboldünen und Strichdünen.

Paraboldünen

Diese hufeisenförmigen Dünen entstanden durch lokale Sandverwehungen. Durch den starken Westwind wurde der Sand einer normalen Düne immer weiter weg geblasen, wobei sich eine hufeisenförmige Düne formte. Diese Dünen nennt man Paraboldünen, aber auch die Begriffe Maasdünen und Flussdünen werden verwendet, da sie aus Flusssand bestehen. Paraboldünen können 15 bis 25 Meter hoch werden. Dieser Dünenart begegnet man im gesamten Maasduinengebiet regelmäßig, die meisten Paraboldünen finden sich auf Landgut De Hamert.

Nationalpark De Maasduinen © Tourismusbüro Limburg

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Strichdünen

Strichdünen sind Überbleibsel der Arme einer Paraboldüne. Der Wind hat an diesen Stellen so stark geweht, dass der Kopf der Paraboldüne vollständig weggeweht wurde. Nur die Arme der Paraboldüne blieben zurück. Sie haben die Form eines Striches und werden daher auch Strichdünen genannt. Eine ovale Senke zwischen zwei Strichdünen ist ein Hinweis darauf, dass es hier früher eine Paraboldüne gab.

Der Nationalpark De Maasduinen bietet noch viel mehr. Und seid ihr schon neugierig geworden? Diese besondere Landschaft kann sowohl mit dem Rad als auch zu Fuß ausgekundschaftet werden. Außerdem eignet sich der Sommer wunderbar für diese Aktivitäten. Für weitere Informationen zu Ausflugsmöglichkeiten rund um den Nationalpark besucht einfach die offizielle Website von Limburg Tourismus.

Wir wünschen euch ein tolles Naturerlebnis!

Euer Limburg-Team!

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