Herbst in Limburg – ein wahrer “Fiets-Genuss“

Auch wenn der Sommer noch gar nicht richtig da war, der meteorologische Herbstanfang ist nun da! Die Tage werden kürzer, die Blätter der Bäume verändern langsam ihre Farbe. Was gibt es da schöneres als am Wochenende einen Kurztrip mit dem Rad zu unternehmen? Und vor allem liegt das Gute doch so nah. Die Region Limburg erstreckt sich über den südlichsten Zipfel der Niederlande und dem Nord-Osten Belgiens, die Maas bildet dabei gleichzeitig die Grenze, aber auch starke Verbindung beider Provinzen. Von Köln/Bonn aus ist man in rund 1 Stunde mit dem Auto über die Grenze kurz hinter Aachen. Danach sind es grad mal weitere 20 Minuten bis Maastricht oder rund 40 Minuten bis Hasselt, die beiden Hauptstädte der Provinzen.

Limburgs zentrale Lage in Europa machte es seit jeher zu einem umkämpften Ort. Erst 1839, im Rahmen des Londoner Protokolls, wurde die Region in eine Belgische und eine Niederländische Provinz geteilt. Die kriegerische Vergangenheit zeigt sich dem Besucher vor allem in der großen Zahl an Schlössern, Burgen und Herrensitzen, die sich mit dem Fahrrad ideal erkunden lassen. Das geniale Knotenpunktsystem, welches übrigens in Belgisch-Limburg erfunden wurde, macht das Radeln unkompliziert und entspannt. Einfach die Route anhand der Nummern zusammenstellen und dann entspannt den Nummern nach losradeln. Die Maas kann man an diversen Punkten mit Fähren überqueren, z.B. dem Maashopper oder dem Maascruiser.

Starte deine Radtour doch zum Beispiel in Aachen – mit dem Zug von Köln aus erreichbar – und radel bei Herzogenrath über die Grenze nach Kerkrade. Hier bietet sich ein Stopp am größten Abteikomplex der Niederlande an, der Abtei Rolduc, die außerdem auf der UNESCO Liste der 100 schönsten Denkmäler der Niederlande steht. Entdecke bei einer Führung durch den Abteikomplex die Abteikirche, Krypta und wertvolle Klosterbibliothek im Rokoko-Stil! Entspanne danach im Innenhof der Anlage und wer nicht weg will, bleibt hier einfach über Nacht!

Ein weiterer Ausflugstipp in der direkten Umgebung ist das Kasteel Hoensbroek, Nahe Heerlen. Dieses Wasserschloss besteht aus einem Herrenhaus und zwei Vorburgen und wurde in mehreren Bauphasen errichtet. Von dem ursprünglichen Bau, der auf die Mitte des 13. Jahrhunderts zurückgeht, sind nur noch die Fundamente erhalten. Der älteste noch erhaltene Bauteil ist ein Rundturm an der Ostecke des Herrenhauses, der ab 1360 errichtet wurde. Seine heutige Form erhielt das Schloss im 17. und 18. Jahrhundert. Noch bis Anfang November findet auf der Anlage des Schlosses das Sandskulpturen Festival statt. Hier kannts du, unter anderem, den Kölner Dom sowie die Sagrada Familia aus Sand bewundern.

Nicht mehr weit von hier liegt dann die Maas, entlang derer du in den flachen Norden Limburgs gelangst. Mach halt im Örtchen Dilsen-Stokkem. Der Ortsteil Stokkem war jahrhundertelang das Zentrum der Korbmacherei. Aber auch viele historische Geschichten lassen sich hier gut erzählen, wie zum Beispiel die Belagerungen und Plünderungen aufgrund der strategischen Lage an der Heerstraße Brügge-Köln. Bleib hier über Nacht, um am folgenden Tag deiner Tour entweder gen Norden oder Westen fortzusetzen. Unser Tipp: Das Bed & Breakfast Huyze Max. Das stattliche Herrenhaus wurde um 1908 im eklektischen Stil gebaut und gehört zum nationalen Erbgut Flanderns.

Ausgeschlafen geht es dann am nächsten Tag weiter. Entweder entlang der Maas nach Norden Richtung Roermond und Venlo, vorbei am weißen

©Toerisme Limburg/ Kristien Wintmolders

Städtchen Thorn und den Maasseen oder Richtung Westen durch den ersten Nationalparks Belgiens „Hoge Kempen“ über Hasselt in den Haspengouw, der zweitgrößten Obstanbauregion Europas. Besuch hier doch einen der Obsthöfe, gerade jetzt zur Erntezeit, gibt es hier einiges zu sehen: Erkundschafte einen Obstbetrieb oder geh gleich einfach mal selbst Äpfel plücken!

Du möchtest nicht mit deinem eigenen „Fiets“ anreisen? Kein Problem, es gibt viele Möglichkeiten vor Ort ein Rad zu leihen. Sowohl bei vielen Hotels als auch bei prvaten Vermietungen findet man Angebote. Auf belgisch limburgischer Seite gibt es sogar ein zentrales Verleihsystem des Tourismusverbands, die grünen Fietsparadijs-Fahrräder! Weitere Infos zu den Stationen sowie auch zu Kartenmaterial, Unterkünften und Ausflugstipps findest du auf der Internetseite www.limburg-tourismus.de!

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